14.So.i.Jkr.-03.07.2022

Vielleicht sind viele Situationen in meinem Leben, von denen ich mich frage, warum die denn so furchtbar ablaufen mussten, warum es denn sein musste, dass mir da so weh getan wurde, meine Planung, wie ein Kartenhaus zusammengebrochen ist, warum dieser Gott es zugelassen hat, dass ich da so leiden musste – in meinem Innern oder auch ganz real körperlich -, vielleicht sind ja viele von diesen Situationen ganz ähnlich wie die Erlebnisse eines Kindes; eines Kindes, dem ein Spielzeug aus der Hand genommen wurde; ein Spielzeug dessen Gefährlichkeit es gar nicht abschätzen konnte; dem etwas verboten wurde, das mit allen Mitteln daran gehindert wurde, etwas zu tun, etwas, was möglicherweise nicht auszudenkende Folgen gehabt hätte; Folgen, die das Kind eben nicht, die ein guter Vater und eine liebende Mutter aber sehr wohl abzuschätzen und zu beurteilen wissen.

Vielleicht ist es ja so, dass ich genau in solchen Situationen – vielleicht durchaus verständlicherweise – an der Liebe diese Gottes zweifle, so wie ein Kind sicher mehr als einmal daran zweifelt, dass seine Eltern es wirklich gut mit ihm meinen, dass im Lichte Gottes aber, das was da gerade vorgefallen ist, dass dies etwas ist, was ganz einfach sein musste, auch wenn es schmerzlich war, was sein musste, weil es möglicherweise nichts anderes ist, als der Ausdruck einer fürsorgenden Liebe, einer Liebe Gottes zu uns Menschen, die mitunter auch weh tun kann, die manchmal sogar ungeheuer weh tun kann.

Ich weiß es ja auch nicht, aber vielleicht ist es eben manchmal genau so.