16.Sonntag i.Jkr. – Christophorussonntag 21.07.2019

„Was wirklich wichtig ist“

Abraham zeigt uns im Alten Testament ein menschenfreundliches Leben, indem er die fremden Männer, die an seinem Zelt vorbei kommen, einlädt. Er lädt sie ein, damit sie sich stärken können. Er teilt mit ihnen, obwohl er sie ja nicht kennt. Er ist bereit zu helfen. Und einer von ihnen – Gott selbst – belohnt ihn als Dank mit der Verheißung, dass Sara, seine Frau einen Sohn gebären wird. Und mit diesem Sohn beginnt die Zukunft des erwählten Volkes Israel. Eine Alltagsgeschichte des Helfens und Teilens.

Eine Pensionistin schreibt über ihr Erleben dessen, was wirklich wichtig ist:
„In meinem Leben im Altenheim ist für mich nicht die direkte Hilfe beim Aufstehen vom Sessel oder das Schieben eines Rollstuhles das Wichtigste, sondern das Hinhören. Was macht den Mitbewohnerinnen Freude, auch unausgesprochen? Ich gehe fast täglich am Vormittag in die Messe in unsere Hauskapelle. Auf dem Rückweg zu meinem Zimmer sitzen eine, zwei oder drei Frauen stillschweigend am Gang. Das Alter oder die Krankheit verlangen ihr Recht, sie sind wortkarg, meist überhaupt schweigsam. Aber dann wissen sie schon, dass jede ein Kreuzzeichen und einen Händedruck mit dem Friedensgruß bekommt. Ihr Gesicht hellt sich auf bis zu einem Lächeln – und das ist Belohnung genug.“


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