32.So.i.Jkr. – 10.11.2019

„Angst und Hoffnung auf Gott, der Gott der Lebenden ist“

“Der Mensch steht und geht auf zwei Beinen:
 Das eine heißt Angst. Das andere Hoffnung.”

Angst – ein jeder kennt sie – sie begleitet uns. Sie zeigt uns an, wo es eng wird in unserem Leben und wo diese Enge unser Leben zu ersticken droht. Angst gehört offensichtlich ganz zum Leben dazu: denn sie hilft uns, Leben zu bewahren und zu erhalten.

Das andere Bein, das Bein der Hoffnung, führt uns nicht in die Enge, sondern in die Weite.
Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter.

Angst und Hoffnung – zwei Beine, die zu uns gehören. Beide brauchen wir, um im Leben bestehen zu können und um vorwärts zu kommen.

Die Gemeinschaft der Hoffnungsträger, in die wir uns eingebunden wissen dürfen, ist für uns die Kirche. Sie soll als Ganzes Zeichen der Hoffnung in der Welt von heute sein.
 
Und wir selbst sollen in ihr Zeugen der Hoffnung sein. Zeugen der Hoffnung, zu der wir in und mit unserer Taufe gerufen worden sind: Hoffnung darauf, dass dieses Leben sinnvoll ist und dass es gut ausgehen wird.

Einer kennt die Hoffnungen und Ängste, weil er sie selbst in seinem Leben und Sterben erfahren hat, unser Herr und Bruder zugleich, ganz Mensch und ganz Gott, Gottes Sohn, Jesus Christus.

Er weiß, was es heißt, auf diesen beiden Beinen der Angst und der Hoffnung zu stehen und zu gehen. Er kennt das Wechselspiel von Hoffnung und Angst. Trotz der Angst am Ölberg, trotz seiner eigenen Worte „Herr, nimm den Kelch von mir“ und „Mein Gott, warum hast du mich verlassen“ kommt die Hoffnung zum Zug.


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