Darstellung des Herrn 02.02.2020

Die eine Seite ist das dankbare Zurückblicken auf die erlebte und möglicherweise auch beschwerliche Zeit, auf der anderen Seite der Ausblick auf eine neue Zeit. Was im Hintergrund im Innenleben geschehen kann und geschehen soll, ist eine positive Einstellung, die getragen ist von einer Zuversicht auf den, der alle Zeit in seinen guten Händen hält. In der Begegnung mit dem Kind Jesus, den seine Eltern zur Segnung in den Tempel brachten, gehen den beiden alten Menschen die Augen auf, und sie erkennen in diesem Kind DEN Hoffnungsträger für ihr langsam zu Ende gehendes Leben. Weil da ein Kind geboren ist und unter dem Schutz Gottes und seiner Eltern und Familie aufwächst, ist Hoffnung gegeben für alle Menschen: die Hoffnung, dass Unheil und letztlich auch der Tod keine Chance haben: dass das Leben ist stärker als der Tod, als der Krieg, als das Leid.

Mehr oder weniger sind wir alle Hoffnungsträger. Andere Menschen gründen ihre Hoffnung auf uns. Das bedeutet eine große Verantwortung und eine starke Aufforderung zum Weitermachen und zum Durchhalten. Dabei kann es sein, dass die eine oder andere Person sogar über sich selbst hinauswächst. Und da erahnen dann Menschen, dass im menschlichen Hoffnungsträger sich in besonderer Weise jener Gott erahnen lässt, der Hoffnung und Zukunft spendet.

Ich denke aber auch an jene Hoffnungsträger, die über die Familie hinaus Kinder/Jugendliche hinführen zu DEM Hoffnungsträger Jesus Christus:
*          in der Erstkommunion- und Firmvorbereitung,
*          in der Kinder- und Jugendarbeit der Pfarre.
Ich denke an die Hoffnungsträger
*          in der Begleitung Alter und Kranker
*          in der Begleitung von Eheleuten
*          in der Begleitung von Menschen in schwierigen Situationen.

Wer in seiner Aufgabe als Hoffnungsträger glaubwürdig agieren soll, wird immer wieder DEN Hoffnungsträger um seinen Beistand bitten: Jesus, schenk mir deinen Geist, der mich in deinem Sinn handeln und leben lässt.


Top