Dreifaltigkeits-Sonntag 16.06.2019

Wir beginnen den Tag im Namen des dreifaltigen Gottes, und wir beenden den Tag mit dem Zeichen des Kreuzes. Vom Kreuz können wir also sagen, es ist uns ein vertrautes Lebens-Zeichen.
Gott in seiner Vielfalt und in seinem Entgegenkommen wird in den beiden Richtungen dargestellt: Der Längsbalken zieht gleichsam den Himmel zur Erde: wir können uns dabei erinnern: Gott will bei den Menschen wohnen, er schließt mit den Menschen einen Bund, er steigt vom Himmel herab, um ganz unter den Menschen zu leben, ja, er wird selber Mensch. Der Querbalken spannt sich von Mensch zu Mensch – der Mensch wird von Gott berührt, umfangen, getragen, damit der ebenfalls den Menschen tragen und ertragen kann. Der menschgewordene Gott zeigt in Jesus aus Nazareth, worauf es ankommt: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr aneinander so handelt, wie ich es an euch getan habe. Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“

Und im Kreuzungspunkt der beiden Balken ist die Mitte zu finden: der durchkreuzte Mensch: der Blick geht zu Jesus am Kreuz: er hat sein Leben für alle Menschen hingegeben. Er hat sich von Gottes Liebe ganz und gar durchkreuzen lassen. Und Gott hat ihn in seiner Lebensmitte ganz und gar angenommen und in den Himmel aufgenommen.

Dort ist der Punkt, wo Himmel und Erde sich berühren: dort, wo der Mensch in Güte und Menschenfreundlichkeit zu leben versucht, nimmt Gott Platz und bleibt im Menschen wohnhaft.


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