Palmsonntag – 14.04.2019

Jesus verweigert sich seinem Auftrag nicht, er will König sein. Nicht der König, der auf einem geschmückten Schlachtross in mitten seiner Soldaten in die eingenommene Stadt einzieht. Sondern der König, wie es geschrieben steht. Wie es die alte Geschichte Gottes mit den Menschen vorsieht. Er will der König Gottes, des Herrn sein, nicht der König unserer Erwartung. Damit durchkreuzt er die Pläne seiner Freunde und Feinde. Er macht auch unsere Hoffnungen auf einen strahlenden Sieg zunichte. Wie lächerlich mag es gewirkt haben, ein Mann auf einem Esel zieht durch die mit Palmzweigen bedeckten Straßen ein – alle Hoffnungen sind auf ihn gerichtet und doch müssten sie alle doch erkennen, dass hier irgendetwas nicht stimmt, dass das Bild schräg ist, dass Jesus eigentlich etwas ganz anderes sagen will.


Das Volk setzt seine Hoffnungen nicht auf einen der nur schön reden kann. In einen der sich auf schillernde Ankündigungen versteht: Seht, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Es geht ihm entgegen, weil sie von einer Tat gehört haben. Er soll einen Toten auferweckt haben. Er soll die Macht haben, lebendig zu machen, was leblos war.


Jesus will König sein, aber nicht ein König der Erwartungen dieser Welt. Nicht der König des irdischen, sondern des himmlischen Jerusalems. Das ist eine Herausforderung, denn es geht eben nicht darum, dem Leid, den Schmerzen, dem Sterben aus dem Weg zu gehen, sondern hindurch. Das himmlische Jerusalem ist nicht von dieser Welt, es liegt auch nicht hinter den Wolken – es ist eine Utopie, eine Wunschvorstellung, ein Traum.


Mit den Jünger-Ohren hören, heißt aber nicht nur, besser zu verstehen. Ernst zu nehmen, was Gott uns auch heute sagen möchte. Sondern es heißt auch Handeln. Die Menschen liefen ihm entgegen, nicht nur weil er schön redete, sondern weil er handelte. Es geht nicht nur ums reden und hören, sondern ums tun. Was können wir tun?


Das Evangelium steht unserem Denken und Handeln, das Sieger und Besiegte, Gewinner und Verlierer braucht entgegen. Es ist nicht spaßig gemeint, nicht als gute Geschichte und nicht als Aprilscherz. Es will uns erschüttern, nicht nur an Sonntagen, sondern jeden Tag.


Mit dem Denken und Handeln in Sieg und Niederlage aufzuhören, das geht im Kleinen wie im großen. In der Familie und auf Arbeit. In unseren Gemeinden, Dörfern und Städten. In unserer Welt.


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