Entstehungssage

Die Geschichte der Pfarre ist eng mit der ihrer Kirche verknüpft, wie die folgenden beiden Legenden beweisen:

Die erste bezieht sich auf das Gelübde eines Ritters namens Oswald von Hartwigstein, Herrn der Burg Hinterhaus (auf der Hauser-Höhe in der Ortschaft Ertl). Dieser Ritter war mit seinem leiblichen Bruder, dem Herrn auf der Burg Gleiß (bei Sonntagberg) verfeindet gewesen und in Kampf geraten. Auf dem Freithofberg kam es zu einem harten Waffengang zwischen ihnen und ihren Gesellen. Der von Hartwigstein drohte zu unterliegen und gelobte, im Falle der Rettung eine Kirche zu erbauen, worauf plötzlich dichter Nebel einfiel, in dessen Schutz Hartwigstein entkommen konnte.
Der zweite Teil der Sage enthält deutliche Hinweise auf Maria Schnee. Als nämlich mit dem Bau des versprochenen Gotteshauses auf dem Freithofberg begonnen wurde, kamen Raben, trugen die Späne des Bauholzes im Schnabel davon und flogen herunter ins heutige Neustift, wo man die Holzspäne, mitten im Sommer, von Schnee bedeckt wiederfand. Dies gab den Anlass darin ein Zeichen des Himmels zu sehen und die von Ritter Oswald gestiftete Kirche statt auf dem Freithofberg nunmehr in Neustift zu Ehren seines Namenspatrons Oswald und Maria Schnee zu erbauen. (“Maria Schnee zu Neustift”)

Fliesenmalerei der Gründungslegende in der Volksschule Maria Neustift

 


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