28.So. i. Jahreskreis 13.10.2019

“Gesundheitsdankfest”

In den vergangenen Wochen wurde in den meisten Kirchen Erntedank gefeiert. Die Sorge um ausreichende und gesunde Nahrung lässt viele an den Schöpfer und Geber dieser guten Gaben denken. Viele Menschen tun alles Mögliche, um lange gesund und fit zu bleiben. Im Krankheitsfall lassen sie nichts unversucht, wieder gesund zu werden. Müssten wir dabei nicht auch des Öfteren an Gott denken, der Gesundheit schenkt und heilt? Müssten uns nicht angesichts unserer Gesundheit, Fitness, Lebenslust und Lebensfreude auch die Augen aufgehen für den Geber all dieser guten Gaben? Sollten wir nicht neben dem “Krankensonntag” und dem alljährlichen Erntedankfest auch ein Gesundheitsdankfest feiern? — Ich bin froh und dankbar für das Gesundheits-wesen und das, was es heute leistet. Das darf auch etwas kosten… Trotzdem möchte ich mir aber nicht durch “Götter in Weiß” den Blick auf den unbegreifbaren Gott, dem ich Gesundheit und Genesung verdanke, verstellen lassen. Immer wieder möchte ich umkehren zu dem, der mich gesund sein und heil werden lässt und der mich auch auffängt, wenn ich und die Ärzte mit dem Gesundheitslatein am Ende sind.

Wie können wir aber wieder zum Danken kommen? Vom hl. Ignatius von Loiyola habe ich folgendes gelesen: Er empfiehlt, am Abend jedes Tages eine Gewissenserforschung zu halten – aber nicht nur zu suchen, was man falsch gemacht, ja vielleicht sogar gesündigt hat. Er rät, den vergangenen Tag noch einmal in den Blick zu nehmen und zwar mit der Frage:

*Wofür kann/soll ich heute danken?

*Was habe ich Schönes erlebt?

*Wo ist mir Gutes widerfahren?

*Was ist mir gelungen?

In solcher Haltung einen Tag beschließen lässt aufatmen und sich bereit machen zu einem Neubeginn am nächsten Tag.


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